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Potsdam-Konvoi – Initiative für Solidarität mit Flüchtenden

Im Mai 2016, kurz nach der Auflösung des Lagers Idomeni in Nordgriechenland, sahen wir die menschenunwürdige Situation, in der Flüchtende dort ausharren müssen, zum ersten Mal mit eigenen Augen. Seitdem fahren verschiedene Einsatzgruppen immer wieder nach Griechenland, um dort Volunteerarbeit zu leisten – unsere Erlebnisse und Eindrücke haben wir dokumentiert. Lesen könnt ihr sie in unserem Blog. Und falls ihr selbst einen Einsatz plant und Unterstützung braucht – schreibt uns.

Die verzweifelten Menschen sind leider auf zusätzliche, freiwillige Arbeit angewiesen, die die griechische Regierung und die EU nicht ausreichend leisten. Eine Politik der Abschottung ist entstanden und hat diese humanitäre Katastrophe hervorgebracht. Wir positionieren uns deshalb deutlich gegen die europäische Geflüchteten-Abwehrpolitik und gegen ein Abkommen Dublin IV.

Menschenrechte sind bedingungslos und können nicht auf Grund von politischen Stimmungen ignoriert werden. Die Würde jedes Menschen ist zu achten. Die Staaten der EU und die Bundesregierung scheinen lieber wegzuschauen und Verantwortung abzugeben, als in der Not ein Herz zu zeigen. Angesichts der sich täglich verschlimmernden Situation geht es darum, dass jetzt zumindest das schon lange beschlossene Relocation-Programm möglichst schnell umgesetzt wird, um zumindest einen Teil der Menschen aus dieser Notlage herauszuholen – es eilt, denn derzeit sind tausende Menschen in Griechenland in Zelten jede Nacht. Es droht der Erfrierungstod, Krankheiten, Hunger und Entwürdigung.

Bisher ist wenig geschehen, obwohl in einigen Kommunen – so auch in Potsdam –  bereits Beschlüsse vorliegen: der eingegangenen Verpflichtung der Bundesregierung, 27536 Menschen aufzunehmen, endlich nachzukommen (Quelle: EU-Kommission, Department Migration and Home Affairs (21.01.17). State of Play – Relocation).

Es handelt sich bei den Zuständen an den Außengrenzen jedoch nicht erst seit dem Winter 2016 um eine humanitäre Katastrophe! Hier setzt Potsdam Konvoi an und sucht für gemeinsame Aktionen immer neue MitstreiterInnen.